Interaktive Displays, Tablets, WLAN und jetzt auch KI: Schulen haben so viele digitale Möglichkeiten wie nie. Entscheidend ist aber nicht, was im Klassenzimmer hängt, sondern was beim Lernen ankommt. Ein Überblick, wann Technik den Unterricht wirklich stärkt.
Die wohl bekannteste Bildungsforschung zum Thema stammt von John Hattie und Klaus Zierer bei futurezone.at. Ihre Auswertung zahlreicher Metastudien kommt für digitale Technologien im Mittel auf eine Effektstärke von 0,33 – ein positiver, aber eher moderater Effekt. Die Kernaussage der Forscher ist eindeutig: Schlechter Unterricht wird durch Technik nicht besser – guter Unterricht kann von ihr aber deutlich profitieren.
Das deckt sich mit unserer Erfahrung aus vielen Projekten in Schulen und Verwaltungen: Allein das Aufstellen neuester Geräte führt nicht dazu, dass sie sinnvoll genutzt werden. Robuste Effekte zeigen sich dort, wo digitale Medien didaktisch eingebettet sind – etwa beim gemeinsamen Arbeiten in Gruppen.
Seit dem 1. September 2026 läuft der DigitalPakt Schule 2.0. Bund und Länder investieren bis Ende 2030 insgesamt fünf Milliarden Euro – und verknüpfen die Förderung von Infrastruktur erstmals enger mit Unterrichtsentwicklung, Lehrkräftefortbildung und dem pädagogisch begleiteten Einsatz von KI (BMBFSFJ; KMK). Für Schulträger ist das eine gute Gelegenheit, Technik nicht nur anzuschaffen, sondern ganzheitlich zu planen.
Praxis
Nicht jede Unterrichtssituation braucht einen Bildschirm. Drei typische Szenarien aus dem Schulalltag:
Wenn Schülerinnen und Schüler Ergebnisse teilen, gemeinsam an einer Tafel skizzieren oder Inhalte aus Tablets drahtlos aufs große Display bringen, entsteht genau die Form von Zusammenarbeit, für die die Forschung die stärksten Effekte belegt.
Klassenzimmer
Die beste Technik ist die, über die im Unterricht niemand nachdenken muss. Deshalb planen wir Klassenräume so, dass Lehrkräfte mit einem Handgriff starten können: einheitliche Bedienung in allen Räumen, sauber verlegte Anschlüsse und Geräte, die zuverlässig mit dem Schulnetz zusammenspielen. Herstellerunabhängig ausgewählt – passend zum Raum, zum Budget und zum pädagogischen Konzept Ihrer Schule.

DigitalPakt Schule 2.0
Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) sowie Kultusministerkonferenz (KMK).
Fördervolumen
je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen
Vorzeitiger Beginn
Maßnahmen ab diesem Datum können gefördert werden
Laufzeit
vom 1. September 2026 bis 31. Dezember 2030
Weniger Bürokratie
vereinfachte, pauschalierte Zuweisungen für Schulträger
Unser Vorgehen
Von der ersten Idee bis zur laufenden Betreuung – aus einer Hand, aus Leer und Oldenburg für die Region.
Schritt 1 von 4
Gemeinsam mit Schulleitung, Lehrkräften und Schulträger.
Wir fragen zuerst, wie unterrichtet wird und welche Ziele das Medienkonzept verfolgt – nicht, welche Geräte gerade im Trend liegen.
FAQ
Über diesen Artikel
02. Oktober 2026
LS IT & MEDIA
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